Wohnungsbau 2016

Im Kanton Basel-Stadt wurden im vergangenen Jahr 412 Neubauwohnungen erstellt. Auch in den kommenden Jahren kann ein Zuwachs in dieser Grössenordnung erwartet werden. Die Wohnungsproduktion bleibt damit weiterhin vergleichsweise hoch. Dies geht aus der Wohnbaustatistik des Statistischen Amtes hervor.

2016 beträgt die Nettowohnungsproduktion 443. Dieser Wert liegt deutlich über dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre (rund 280). Im Rahmen von Umbautätigkeiten wurden 84 Logis aufgehoben (Umbausaldo von insgesamt 106 Wohnungen), 75 Wohnungen abgebrochenen und 412 neu erstellt.

Mit 412 Einheiten blieb die Neubauproduktion 2016 erwartungsgemäss hinter dem sehr hohen Vorjahreswert (788) zurück. Der Bezug einiger grösserer Überbauungen hatte damals zum höchsten Zuwachs seit 1981 beigetragen. Die 412 Einheiten des Jahres 2016 bedeuten aber immer noch die dritthöchste Neubauproduktion seit 20 Jahren. Zum aktuellen Ergebnis massgeblich beigetragen haben zwei grosse Überbauungen. Auf sie entfielen rund 60% aller Neubauwohnungen. In der Bauphase befinden sich zurzeit rund 1100 Logis. Sie werden in den nächsten Jahren auf den Markt gelangen und weiterhin zu einer hohen Wohnungsproduktion beitragen.

42% der Neubauwohnungen weisen drei Zimmer auf. Bei 30% handelt es sich um Zweizimmer- und bei 20% um Vierzimmerwohnungen. Der Rest verteilt sich auf Wohnungen mit einem (3%) oder mindestens fünf Zimmern (5%). Rund die Hälfte der Neubauwohnungen wurden in Grossbasel erstellt, 37% in Kleinbasel und 14% in Riehen. Eine Neubauwohnung wies 2016 durchschnittlich 90 Quadratmeter Wohnfläche auf und ist somit grösser als der Durchschnitt aller Wohnungen, welcher derzeit bei 80 Quadratmetern liegt.

Miet- und Genossenschaftswohnungen mit Anteilen von jeweils gut 72% bzw. 2% machen rund drei Viertel der neuen Logis aus. Das restliche Viertel setzt sich aus Eigentumswohnungen (23%) und Einfamilienhäusern (2%) zusammen. Bei 40% der Neubauwohnungen war der Auftraggeber ein Unternehmen der Immobilienbranche. 33% wurden von einer Fonds- oder Investmentgesellschaft in Auftrag gegeben. Der Rest verteilte sich auf Privatpersonen oder Einzelfirmen (15%), Pensionskassen oder Anlagestiftungen (8%), Wohnbaugenossenschaften (2%) sowie weitere Unternehmen ausserhalb der Immobilienbranche (1%).

Aus allen Umbautätigkeiten wie Dachstockausbauten, Zusammenlegen bzw. Aufteilen von Wohnungen sowie Umnutzungen resultierten 2016 weitere 190 neue oder neuwertige Wohnungen. Im Rahmen dieser Umbautätigkeiten wurden 84 Logis aufgehoben, so dass sich ein Umbausaldo von insgesamt 106 Wohnungen ergibt. Unter Berücksichtigung der abgebrochenen (75) und neuerstellten Wohnungen (412) resultierte 2016 eine Nettoproduktion von 443. Dieser Wert liegt deutlich über dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre (rund 280).

Bei einer durchschnittlichen Wohnungsbelegung von zwei Personen in Basel-Stadt dürfte der Bevölkerungszuwachs von derzeit rund 900 Personen pro Jahr durch die Wohnbautätigkeit absorbiert werden, ohne den Anteil leerstehender Wohnungen von rund 0,4% zu verringern. 

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