Kurzarbeit in Basel-Stadt

Die nachfolgende Abbildung zeigt, wie viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in basel-städtischen Betrieben von Kurzarbeit betroffen sind.

Zunahme der Kurzarbeitsanmeldungen

Mit dem Lockdown zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie im Frühling 2020 sind die Anmeldungen von Kurzarbeit rasant gestiegen. Für März 2020 wurde beim Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) des Kantons Basel-Stadt Kurzarbeit für 85’000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beantragt, während es im Vormonat noch 21 Anmeldungen gewesen waren.

Die beantragte Kurzarbeit für April, Mai und Juni war am höchsten und betraf mehr als 90’000 Personen. Zu Beginn des Jahres 2021 lag der Wert wieder im Bereich von 50’000 Personen. Seit Mai 2021 gehen die Zahlen deutlich zurück. Im Dezember 2021 lag der Wert zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie unter 10'000. Im Mai 2022 sind noch rund 7'000 Personen betroffen (provisorische Zahlen). Rund 95% der beantragten Kurzarbeit wurde bisher vom AWA genehmigt.

Wie viel Kurzarbeit wird tatsächlich abgerechnet? 

Von März bis Mai 2020 wurde für 40’000 bis 60'000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer tatsächlich Kurzarbeit abgerechnet (die Spitze war im April). Damit liegt der Anteil der genehmigten Kurzarbeit, die abgerechnet und entschädigt wurde, im Frühling 2020 zwischen 50% und 65%. In den Monaten Juni bis September 2020 ging die Zahl der abgerechneten Kurzarbeit deutlich zurück. Im Januar und Februar 2021 wurde wieder Kurzarbeit für mehr als 20'000 Personen abgerechnet. Seit März 2021 geht die Zahl zurück und liegt im Februar 2022 bei gut 3'500.

Genehmigte Kurzarbeit (Stand 3.6.2022, gerundete Zahlen)

 Für den Monat

Ausfallstunden Angestellte Abteilungen
Januar 2022 736 000 9 000 800
Februar 2022 731 000 10 000 800
März 2022 627 000 8 000 600
April 2022 530 000 7 000 500
Mai 2022 530 000 7 000 500

Die genehmigte Kurzarbeit für Basel-Stadt betrifft im Mai 2022 rund 500 Betriebsabteilungen, 7'000 Angestellte und insgesamt 0,5 Mio. Ausfallstunden (Stand: 3.6.2022).

Methodische Erläuterungen

Die Kurzarbeit ist ein Instrument des Bundes, um Entlassungen zu verhindern. Kurzarbeitsentschädigungen werden von den Unternehmen für ihre Angestellten beantragt, wenn sie mit einem vorübergehenden Rückgang der Nachfrage konfrontiert sind. Wegen der COVID-19-Pandemie wurde der Zugang zur Kurzarbeit erleichtert. Bei Erfüllung der Bedingungen für Kurzarbeit genehmigen die Arbeitsämter die Anträge. Nach Ablauf der Abrechnungsperiode wird die Kurzarbeit abgerechnet, d.h. es wird berechnet, wie viel effektiv weniger gearbeitet wurde. Daraufhin bekommen die Firmen eine Entschädigung, damit sie trotzdem die Löhne bezahlen können (80% des ausgefallenen Lohns). In der Grafik ist die Anzahl der von Kurzarbeit betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer abgebildet, die in einem Betrieb oder in einer Betriebsabteilung arbeiten, die Kurzarbeit beim Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Kantons Basel-Stadt  beantragt haben. Die Zahlen der beantragten und der genehmigten Kurzarbeit der letzten drei Monate sind provisorisch. Die Zahl der abgerechneten Kurzarbeit in Basel-Stadt steht mit drei Monaten Verzögerung zur Verfügung.