Wanderungsanalyse

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Das Statistische Amt erstellt jährlich eine Analyse zu den räumlichen Bevölkerungsbewegungen.

Aufbau des Berichts

Die Wanderungsanalyse beinhaltet auch in diesem Jahr ein Kapitel mit Kernindikatoren, die wichtige Kennzahlen zum Thema beleuchten. Im Anschluss folgt das Schwerpunktthema, das in dieser Ausgabe dem Wanderungsverhalten nach Staatsangehörigkeit gewidmet ist. Zudem enthält die Wanderungsanalyse eine Untersuchung, ob sich 2020 aufgrund der COVID-19-Pandemie Abweichungen zu den Wanderungsbewegungen anderer Jahre zeigen.

12 Kernindikatoren

Die zwölf Indikatoren beleuchten folgende Aspekte:

  • Entwicklung der Zu- und Abwanderung nach Zuzugs- und Wegzugsorten 
  • Zu- und Weggezogene nach Geschlecht und Alter
  • Gemeinden und Wohnviertel, in denen sich Neuzuzüger besonders häufig niederlassen

Die Indikatoren sind als interaktive Grafiken im Indikatorenportal aufbereitet:

Zum Indikatorenportal

 

Ergebnisse

  • Der Kanton Basel-Stadt weist zwischen 2011 und 2020 jedes Jahr mehr Zuzüge als Wegzüge auf.
  • Der Wanderungsgewinn für das Jahr 2020 beträgt 956 Personen und kommt dank dem Zuzug aus dem Ausland zustande.
  • Deutschland bleibt mit 28% das bedeutendste Zuzugsland.
  • Gegenüber 2011 ist die Zahl der Zuzüge aus Italien und Frankreich gestiegen. 

Schwerpunktthema: Wanderungsverhalten nach Staatsangehörigkeit

Im Schwerpunkttehma werden die Wanderungsbewegungen der Schweizer sowie der Top10 der ausländischen Staatsangehörigen der letzten 15 Jahre betrachtet. Zur Bestimmung der Top10 wurden die räumlichen Bewegungen (Zuzug, Wegzug, Umzug) dieser Zeitspanne aggregiert. 

Folgende Staatsangehörigkeiten werden somit betrachtet:  

- Schweiz
- Deutschland
- Frankreich
- Indien
- Italien
- Portugal
- Spanien
- Türkei
- Vereinigte Staaten von Amerika
- Vereinigtes Königreich
- Serbien, Montenegro, Kosovo

Haupterkenntnisse

  • Bei Zu- und Wegziehenden bilden Deutsche, Italiener und Inder die grössten Ausländergruppen. 
  • Bei Personen, die innerhalb des Kantons umziehen, bilden Deutsche, Italiener und Türken die grössten Ausländergruppen.   
  • Neben Personen mit Schweizer Staatsangehörigkeit sind Inder und US-Amerikaner am häufigsten direkt aus ihrem Heimatland nach Basel-Stadt zugezogen, französische und italienische Staatsangehörige am seltensten. 
  • Wegziehende mit Schweizer, türkischem sowie serbischem, montenegrinischem oder kosovarischem Pass sind am längsten in Basel-Stadt wohnhaft, bevor sie wegziehen. Inder dagegen wohnen vor ihrem Wegzug im Mittel nur während zwei Jahren im Kanton.

Blickpunkt COVID-19

Die durch die Folgen der COVID-19-Pandemie eingeschränkte Personenmobilität hat auch das Wanderungsverhalten beeinflusst:

  • Die Zuzüge aus dem Ausland haben sich 2020 im Vergleich zum Mittel der Jahre 2010 bis 2019 um 11,9% reduziert, die Wegzüge ins Ausland um 14,0%. Der Rückgang der internationalen Wanderungsbewegungen zeigt sich vor allem während der ausserordentlichen Lage (März bis Juni). 
  • Die Zu- und die Wegzüge aus der bzw. in die Schweiz haben im Vergleich zum Mittel der Jahre 2010 bis 2019 zugenommen (+4,7% und +10,6%).
  • Der Wanderungssaldo 2020 liegt gegenüber dem Zehnjahresmittel um 8,6% tiefer.

Der aktuelle Bericht als PDF-Dokument zum Ausdrucken