Schwerpunkt Quellensteuer

442 Mio. Franken hat der Kanton Basel-Stadt im Jahr 2018 durch die Quellenbesteuerung eingenommen. So viel wie in noch keinem Jahr zuvor. Der grösste Teil des Ertrages stammt von der Besteuerung von Erwerbseinkommen, der zweitgrösste Teil entfällt auf die Grenzgänger.

Quellensteuerertrag 2018 so hoch wie nie

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442 Mio. Franken hat der Kanton Basel-Stadt im Jahr 2018 durch die Quellenbesteuerung eingenommen. So viel wie in noch keinem Jahr zuvor.

Der grösste Teil des Ertrages stammt von der Besteuerung von Erwerbseinkommen, nämlich 303 Mio. Franken.

Der zweitgrösste Teil in Höhe von rund 88 Mio. Franken entfällt auf die Grenzgänger, vornehmlich aus Deutschland.

Die anderen Bezugskategorien wie Versicherungsleistungen, Renten oder Kapitalleistungen ergaben einen geringeren Ertrag.

Quellensteuerertrag sehr unterschiedlich je nach Wohnviertel

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Der Quellensteuerertrag der einzelnen Gemeinden und Wohnviertel in Basel-Stadt lässt sich mit den Erträgen aus der Einkommens- und Vermögenssteuer, der im Zuge der ordentlichen Steuerveranlagung anfällt, vergleichen. So ergibt sich ein vollständigeres Bild über den Steuerertrag, der zum Gesamtertrag des Kantons beigesteuert wird.

Der Anteil des Quellensteuerertrags am Gesamtertrag des Wohnviertels Rosental zum Beispiel macht fast 40,7% aus. In Bettingen hingegen nur 2,4%. Recht hoch sind die Anteile auch in den Wohnvierteln Wettstein, Matthäus, Clara oder St. Johann.

Die meisten Veranlagungen stammen von Personen aus Deutschland

Die grösste Gruppe bei den Quellenbesteuerten sind Personen aus Deutschland. Dies gilt nicht nur für alle Quellenbesteuerten, sondern auch für jene, die in Basel-Stadt wohnen.

Gut 7'100 von den insgesamt 24'900 Veranlagungen von im Kanton wohnhaften Personen stammen von Deutschen. Dies entspricht einem Anteil von 28,7%.

An zweiter Stelle liegen Italien mit 2'300 Veranlagungen (9,3%) und Spanien mit 1 700 (6,7%).

Auch der grösste Anteil am Quellensteuerertrag entfällt mit rund 74 Mio. Franken bzw. 27,5% auf deutsche Staatsbürger.

Quellenbesteuerung gewinnt stark an Bedeutung

Die Quellenbesteuerung hat im Laufe der vergangenen Jahre stark an Bedeutung gewonnen. Bis zum Jahr 1995 wurde sie hauptsächlich auf Personen aus dem Ausland angewendet, wie Rheinschiffer oder Saisonarbeiter.

Nach einer bundesweiten Steuerharmonisierung werden seit diesem Zeitpunkt auch die Einkommen von in Basel-Stadt lebenden Personen, die keine Niederlassungsbewilligung besitzen, an der Quelle besteuert.

Seitdem nahm der Ertrag aus Quellenbesteuerung stark zu. 1995 betrug er rund 76 Mio. Franken, 2018 ca. 442 Mio. Franken.