Wöchentliche Todesfälle

Die Übersterblichkeit zeigt, ob die wöchentliche Anzahl Todesfälle über dem für die Jahreszeit erwarteten statistischen Wert liegt. Die Beobachtung der Sterblichkeitsrate ist ein wichtiger Indikator der Gesundheitsstatistik: Insbesondere während einer Grippewelle oder einer Pandemie ist sie von grundlegender Bedeutung für die öffentliche Gesundheit.

In den 2 Wochen vom 23. März bis 5. April 2020 (Kalenderwochen 13 und 14) wurden jeweils 69 bzw. 68 Todesfälle für den Kanton Basel-Stadt gemeldet. Für die Gruppe der älteren Personen über 65 Jahre deuten die Zahlen auf eine sogenannte Übersterblichkeit hin. Dies bedeutet, dass in diesen beiden Wochen jeweils mehr Personen über 65 Jahre verstorben sind, als man statistisch gesehen erwarten würde und dieses Mehr an Todesfällen nicht durch zufällige Schwankungen erklärt werden kann. Ähnliche Ausschläge wurden vereinzelt auch in früheren Jahren beobachtet, wie beispielsweise in der Kalenderwoche 6 im Jahr 2017.

Kumulierte Todesfälle

Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Abweichungen der Todesfälle von der statistisch erwarteten Anzahl Todesfälle nach Kalenderwoche. Die Linien stellen die über die Kalenderwochen kumulierten Abweichungen dar. Dabei wird die tatsächliche Anzahl Verstorbener im Verlauf des Jahres zusammengezählt und von der Summe der erwarteten Anzahl Verstorbener abgezogen. Die Balken stellen die jeweiligen Abweichungen der tatsächlichen Todesfälle vom Erwartungswert an wöchentlichen Todesfällen pro Kalenderwoche dar.

So sind in der Kalenderwoche 14 des Jahres 2020 insgesamt 27 Personen ab 65 Jahren mehr verstorben, als man statistisch erwarten würde. Kumuliert sind im Jahr 2019 bis einschliesslich Kalenderwoche 52 insgesamt 18 Personen ab 65 Jahren weniger verstorben, als man statistisch erwarten würde.