Schwerpunkt Wohnungsbau 2020

Im vergangenen Jahr wurden im Kanton Basel-Stadt 607 Neubauwohnungen erstellt. In den kommenden Jahren kann zudem weiterhin eine hohe Neubauproduktion erwartet werden, denn Ende 2020 befanden sich gut 1'900 Logis in der Bauphase und rund 350 Wohnungen waren bewilligt.

Wohnungsproduktion im Hoch

2020 gelangten im Kanton Basel-Stadt 607 neue Logis auf den Wohnungsmarkt. Zudem waren 154 Abbrüche und ein positiver Umbausaldo von 219 Einheiten zu verzeichnen. Daraus resultierte eine Nettoproduktion (Neubau minus Abbrüche plus Umbausaldo) von 672, was 0,6% des gesamten Wohnungsbestandes entspricht. Der sehr hohe Vorjahreswert (865) wurde nicht erreicht. Dennoch stieg der Durchschnittswert der vergangenen Dekade dadurch von 450 Einheiten pro Jahr auf rund 500.

In welchen Stadtgebieten wurde am meisten gebaut?

Insgesamt entstanden 62% der neuerstellten Wohnungen in Grossbasel, 27% in Kleinbasel und 11% in den Landgemeinden. Nach Wohnviertel aufgeschlüsselt wurden im Wohnviertel St. Alban rund ein Drittel aller Neubauwohnungen erstellt. Der Wohnungsbestand des Wohnviertels wuchs dadurch um 2,6%. Der grösste Nettozuwachs entfiel mit 4,1% auf das Wohnviertel Clara. 

42% der neuen Wohnungen entfallen auf zwei Grossprojekte: 

  • Beim grössten Projekt, CityGate, im Wohnviertel St.Alban, handelt es sich um eine Wohnanlage mit rund 200 Wohnungen und einem Hotel. Auf dem Areal, das zunächst industriell genutzt worden war, entstanden bereits früher ein Bürogebäude und eine Altersresidenz mit rund 100 Alterswohnungen. Bei diesem Projekt wurde keine Wohnung abgebrochen. Insgesamt ist ein reiner Nettozuwachs von rund 300 Wohneinheiten zu verzeichnen.
  • Das zweite Grossprojekt entsteht im Wohnviertel Clara. Es ist der Claraturm mit insgesamt 285 Wohnungen. Sechzig davon sind bereits fertiggestellt. Bei diesem Projekt wurden rund 40 Wohnungen abgebrochen.

Wie gross sind die neuen Wohnungen?

38% der Neubauwohnungen weisen zwei Zimmer auf. Bei 30% handelt es sich um Dreizimmerwohnungen, 14% sind Einzimmerwohnungen. Der Rest verteilt sich auf Wohnungen mit vier (12%) sowie auf solche mit fünf (5%) und mit mindestens sechs Zimmern (2%). Die durchschnittliche Zimmerzahl einer Neubauwohnung betrug 2,6 Zimmer, 2019 waren es 2,7 Zimmer.

Eine Neubauwohnung war im Berichtsjahr durchschnittlich gut 73 Quadratmeter gross und damit kleiner als der Durchschnitt aller Wohnungen (knapp 80 Quadratmeter). Im Vorjahr waren die Neubauwohnungen mit durchschnittlich 85 Quadratmetern rund 12 Quadratmeter grösser. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Anteil an Einzimmerwohnungen zu- und der an Wohnungen mit mindestens vier Zimmern abgenommen hat.

Welche Umbaumassnahmen waren 2020 zu verzeichnen?

Durch Umbautätigkeiten resultierten 307 neue oder neuwertige Logis. Da im Zuge dieser Arbeiten 88 Wohnungen aufgehoben wurden, ergab sich ein Umbausaldo von 219 Logis. Dieser Wert ist zum zehnten Mal in Folge positiv. Im Einzelnen trugen folgende Tätigkeiten dazu bei:

  • 102 Wohnungen wurden durch die Umnutzung von ehemaligen Geschäftsräumen in Wohnungen gewonnen.
  • 100 Logis wurden durch die Aufteilung grösserer Wohnungen in kleinere Einheiten geschaffen.
  • Durch Dachstockausbauten und andere Erweiterungen in bestehenden Gebäuden kamen 79 Wohnungen hinzu.
  • 26 Wohnungen entstanden durch die Zusammenlegung kleinerer Wohnungen zu grösseren.
  • Demgegenüber gingen 56 grosse Wohnungen durch eine Wohnungsaufteilung, 28 Logis durch eine Zusammenlegung und 4 durch eine Zweckentfremdung verloren.