Leerstandszählung 2021

2021 wurden in Basel-Stadt per Stichtag 1. Juni 1'235 leerstehende Wohnungen auf dem Markt angeboten. Die Leerwohnungsquote erhöht sich damit leicht auf 1,1%.

Welche Wohnungen stehen leer?

Der grösste Teil der Leerwohnungen sind zur Miete ausgeschrieben:

  • 99% bzw. 1218 Wohnungen sind Mietwohnungen,
  • 1% bzw. die restlichen 17 Wohnungen sind zum Kauf.

Die meisten Wohnungen werden ohne Renovation auf dem Markt angeboten:

  • 5% der Leerwohnungen wurden in den letzten zwei Jahren neu erstellt,
  • 14% renoviert.

Nach Anzahl der Zimmer betrachtet ergibt sich folgendes Bild:

  • 66% der Leerwohnungen haben entweder 2 oder 3 Zimmer,
  • 22% sind Einzimmerwohnungen,
  • 12% der leerstehenden Wohnungen haben 4 oder mehr Zimmer.

Die höchste Leerstandsquote weisen die Einzimmerwohnungen mit 2,3% aus. Grössere Wohnungen haben tiefere Quoten, wie beispielsweise die Wohnungen ab 5 Zimmern mit 0,3%.

In welchem Wohnviertel stehen am meisten Wohnungen leer?

Absolut betrachtet gibt es im Wohnviertel Gundeldingen am meisten leere Wohnungen, wo am 1. Juni 2020 184 Wohnungen leer standen.

Die anteilsmässig höchsten Leerstandsquoten (dunkelste Flächen) wurden in der Altstadt Grossbasel mit 2,2% beobachtet (34 Leerwohnungen), gefolgt von den Vorstädten (67) sowie der Altstadt Kleinbasel (31) mit je 1,9%.

Die Zentrumsnähe mit grösserem Anteil an Kleinwohnungen dürfte diese vergleichsweise hohen Quoten mitbewirkt haben. Bettingen mit 0,0% sowie die Wohnviertel Hirzbrunnen und Wettstein mit je 0,3% weisen die niedrigsten Leerwohnungsquoten auf.

Wie entwickelt sich der Geschäftsleerstand?

Gleichzeitig wurden Zahlen zum Geschäftsleerstand vom Schweizerischer Verband der Immobilienwirtschaft (SVIT) beider Basel erhoben. Die Ergebnisse zeigen eine stark gestiegene Leerstandsfläche im Kanton Basel-Stadt:

Im Vergleich zum letzten Jahr sind die leeren Geschäftsflächen um 53% auf rund 184'700 Quadratmeter gestiegen.

Anteilsmässig dominieren dabei nach wie vor die Büroflächen mit rund zwei Dritteln aller leerstehender Flächen.

Die Zunahme der Büroflächen um 60% hat dann auch am stärksten zur Erhöhung des Leerstandes beigetragen.

Aber auch die verfügbaren Laden- (+74%) und Lagerflächen (+53%) sind innert Jahresfrist stark angestiegen.

Daten zur Leerwohnungszählung seit 1904 verfügbar

Die Leerwohnungsquote wird seit 1904 vom Statistischen Amt des Kantons Basel-Stadt erhoben, seit 1941 im Auftrag des Bundes.

Seit 1995 wird die Erhebung zusammen mit dem Statistischen Amt Basel-Landschaft durchgeführt. Der SVIT beider Basel erhebt parallel zur Leerwohnungszählung die leerstehenden Geschäftsräumlichkeiten.

Die Erhebung basiert einerseits auf einer Befragung der grösseren Immobilienverwalter, andererseits werden Annoncen, insbesondere auf Webportalen, ausgewertet.