Tourismuszahlen Basel-Stadt

Die vom Bundesrat angeordneten COVID-19-Massnahmen haben Auswirkungen auf den Tourismus. Aktuelle monatliche Daten zeigen die Folgen für die Basler Hotels.

Analyse der Auslastung Basler Hotels nach Wochentag möglich

Die COVID-19-Pandemie und die damit verbundenen Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung haben Auswirkungen auf das Reiseverhalten und somit auf den Tourismus.

Die Hotelbetriebe im Kanton Basel-Stadt sind von der COVID-19-Verordnung 2 des Bundesrates vom März 2020 sowie der Verschärfung der kantonalen COVID-19-Verordnung vom November 2020 nur indirekt betroffen. Da diese nicht zu den öffentlich zugänglichen Einrichtungen zählen, dürfen sie grundsätzlich geöffnet sein.

Entwicklung der verfügbaren Zimmer seit Januar 2020

Von Mitte Januar bis Anfang März standen den Gästen 4'511 Zimmer in 63 Hotelbetrieben zur Verfügung. Bis Mittwoch, den 18. März 2020 waren immer noch 4'400 Zimmer verfügbar.

Ab dem 19. März 2020 haben Hotels ihren Betrieb nach und nach vorübergehend eingestellt, so dass bis zum 8. April 27 Hotels weniger zur Auswahl standen. Es erfolgte eine Abnahme der verfügbaren Zimmer um 1'903 auf 2'608.

Die Lockerungen der Massnahmen führten dazu, dass im Mai und Juni mehrere Hotels ihren Betrieb wieder geöffnet haben. Ende Oktober standen den Gästen insgesamt 62 Betriebe mit 4'240 Zimmern zur Verfügung.

Im November 2020 hat der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt die kantonale COVID-19-Verordnung erneut verschärft und u. a. seit dem 23. November Restaurationsbetriebe für das Publikum geschlossen. Obwohl Hotelbetriebe sowie deren angeschlossene Restaurants für Hotelgäste davon ausgenommen sind, haben im November mehr als ein Viertel der Hotels den Betrieb vorübergehend eingestellt. Im Dezember waren noch 37 Betriebe mit 2'862 Zimmern geöffnet. Ende Januar 2021 empfingen 46 Betriebe mit insgesamt 3'211 Zimmern Gäste.

Entwicklung der Anzahl belegter Zimmer

Die Anzahl belegter Hotelzimmer ist in normalen Jahren im Wochenverlauf grossen Schwankungen unterworfen. 2020 war dies nur am Jahresanfang besonders ausgeprägt: Im Januar und Februar waren an Werktagen jeweils rund 3'000 Zimmer pro Tag belegt, die Wochenendzahlen fielen mit durchschnittlich 1'700 belegten Zimmern tiefer aus. Mit dem Erstarken der COVID-19-Pandemie und den damit verbundenen Massnahmen sank die durchschnittliche Zimmerbelegung ab März und auch die Schwankungen im Wochenverlauf waren weniger stark ausgeprägt. Im April und Mai waren täglich knapp 400 Zimmer belegt. Von Juni bis August waren an Werktagen durchschnittlich 1'070 Zimmer belegt, an Wochenenden waren es im Schnitt 1'020 Zimmer. Mit den neuen COVID-19-Massnahmen im November wurde ein Rückgang auf rund 650 Zimmer verzeichnet. Im Januar 2021 waren pro Tag durchschnittlich weniger als 500 Zimmer belegt.