Beschäftigte Basel-Stadt

Die aufgrund der COVID-19-Pandemie angeordneten Massnahmen des Bundesrates haben Auswirkungen auf die Schweizer Wirtschaft und auf den Arbeitsmarkt. Das Bundesamt für Statistik hat auf Basis der Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) aus dem Jahr 2018 eine Schätzung zur Anzahl der betroffenen Betriebe und Beschäftigten gemacht. Die Zahlen beziehen sich auf Betriebe, deren der Öffentlichkeit zugänglichen Anlagen gemäss den Verordnungen des Bundesrats über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (COVID-19) geschlossen werden müssen.

Gemäss Schätzung des Bundesamtes für Statistik mussten ab dem 17. März 2020 rund 21% der Betriebe in Basel-Stadt gemäss COVID-19-Verordnung geschlossen werden. Betroffen waren Betriebe im Detailhandel, die Gastronomie, Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe und Betriebe, welche personenbezogene Dienstleistungen mit Körperkontakt anbieten. In diesen Betrieben arbeiten rund 11% aller Beschäftigten des Kantons Basel-Stadt. 

Am Montag, 11. Mai 2020 sind weitreichende Lockerungen der Massnahmen in Kraft getreten. So konnten beispielsweise Läden, Restaurants, Märkte, Museen und Bibliotheken wieder öffnen und im Breiten- und Spitzensport waren wieder Trainings möglich. Dies führte dazu, dass nur noch rund 6% der Betriebe in Basel-Stadt geschlossen sein mussten. Davon waren rund 3% der Beschäftigten im Kanton Basel-Stadt betroffen.

Vom erneuten Shutdown am 18. Januar 2021 waren mit 16% etwas weniger Betriebe betroffen als im Frühjahr 2020. Die Differenz resultiert hauptsächlich daher, dass die Betriebe mit personenbezogenen Dienstleistungen mit Körperkontakt geöffnet bleiben konnten. Der Anteil der betroffenen Beschäftigten lag mit 10% nur leicht tiefer.

Welche Kantone sind am stärksten betroffen?

Ein Kantonsvergleich zeigt, dass der Kanton Wallis am stärksten von den Massnahmen ab dem 17. März 2020 betroffen war (15% aller Beschäftigten), der Kanton Appenzell Ausserrhoden am schwächsten (6,6%). Der Kanton Basel-Stadt lag an vierter Stelle. Nach der Lockerung vom 11. Mai hat sich dieser Anteil in allen Kantonen deutlich reduziert. Auch vom Shutdown im aktuellen Jahr sind wiederum im Kanton Wallis anteilsmässig mit 11,9% am meisten Beschäftigte betroffen, im Kanton Appenzell Ausserrhoden mit 5,1% am wenigsten. Der Kanton Basel-Stadt ist wieder vergleichsweise stark betroffen und liegt an dritter Stelle.

In dieser Auswertung werden nur Betriebe betrachtet, welche gemäss der Verordnungen des Bundesrats über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (COVID-19) geschlossen werden müssen. Die Auswirkungen der Pandemie reichen aber natürlich noch weiter. Es sind auch Betriebe betroffen, welche gemäss Verordnung nicht schliessen müssen und damit auch deren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Einen Eindruck davon geben die Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO):

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