Stetiges Wachstum und Veränderung der Altersstruktur der baselstädtischen Bevölkerung

Das in den letzten Jahren beobachtete Bevölkerungswachstum im Kanton Basel-Stadt setzt sich gemäss dem aktuellen Mittleren Bevölkerungsszenario in den nächsten Jahren fort. Dabei wird für das Jahr 2040 mit rund 214 000 Einwohnern gerechnet. Gleichzeitig steigt das Verhältnis der Personen im Alter von über 64 Jahren zu jenen im erwerbsfähigen Alter an. Aufgrund der steigenden Geburtenraten erhöht sich auch die Zahl der Kinder und Jugendlichen.

Im Rahmen der kantonalen Bevölkerungsszenarien wurden drei Szenarien erarbeitet, die einen plausiblen Bereich der möglichen zukünftigen Bevölkerungsentwicklung abdecken. Das Mittlere Szenario stellt dabei das Referenzszenario dar, welches für Planungen im Kanton Basel-Stadt aus heutiger Sicht am geeignetsten erscheint.

Die Bevölkerungsentwicklung im Kanton Basel-Stadt: Mittleres Szenario

Gemäss dem Mittleren Szenario wird der Kanton Basel-Stadt in den nächsten 24 Jahren stetig an Einwohnern gewinnen. Bis ins Jahr 2040 beträgt die Bevölkerungszunahme rund 8% oder 16 000 Einwohner. Dieser Entwicklung liegt die Annahme zugrunde, dass Basel-Stadt als Kanton zum Wohnen und Arbeiten weiterhin attraktiv bleibt und somit eine entsprechende Nachfrage nach Wohnraum besteht und durch den Bau von neuen Wohnungen auch angeboten wird. Die Bautätigkeit ist vor allem im Wahlkreis Kleinbasel erheblich, womit dort das Bevölkerungswachstum mit rund 13% am stärksten ausfällt. Die Bevölkerung von Grossbasel-Ost und Grossbasel-West wächst im Mittleren Szenario um rund 8% bzw. 3% bis 2040. In Riehen und Bettingen wird mit einem Wachstum der Bevölkerung von rund 9% gerechnet.

Der Anstieg der Wohnbevölkerung im Kanton Basel-Stadt fällt dabei nicht für alle Altersgruppen gleich aus: Die Zahl der Personen von 65 und mehr Jahren steigt von heute rund 39 000 auf 47 000 (+22%). Die darin enthaltene Zahl der Personen von 80 und mehr Jahren erhöht sich von heute rund 14 000 auf 19 000 (+44%). Auch die Zahl der Kinder und Jugendlichen bis 19 Jahre steigt bis 2040: Sollten die in den letzten Jahren gestiegenen Geburtenziffern weiterhin hoch bleiben, wird mit einem Anstieg von heute 33 000 auf 37 000 Kinder und Jugendliche gerechnet (+12%). Die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter, also zwischen 20 und 64 Jahren, steigt hingegen bis 2040 nur moderat an, von heute 126 000 auf 130 000 im Jahr 2040 (+3%).

Damit erhöht sich der Altersquotient, also das Verhältnis der Personen im Alter von 65 und mehr Jahren zu jenen im erwerbsfähigen Alter, von 31% Ende 2016 auf 37% Ende 2040. Der Jugendquotient steigt etwas moderater von heute 26% auf 28% Ende 2040.

Alternativszenarien: Die Rolle der verfügbaren Wohnfläche und der Zuwanderung

Die Höhe des internationalen Wanderungssaldos steht für die Ergebnisse der weiteren Szenarien im Mittelpunkt. Im Tiefen Szenario wird mit einer geringen Bautätigkeit von zusätzlicher Wohnfläche und einer abnehmenden Zuwanderung auf das Niveau vor dem Inkrafttreten der Personenfreizügigkeit gerechnet. Entsprechend sinkt die Bevölkerung in diesem Szenario bis 2040 auf rund 185 000 Personen – ein Minus von etwa 7% im Vergleich zu 2016. Im Hohen Szenario wird hingegen mit einem ähnlich hohen internationalen Wanderungssaldo wie in den letzten Jahren gerechnet, und zwar über den gesamten Zeithorizont bis 2040 hinweg. Verbunden damit ist die Annahme einer intensiven Bautätigkeit. Dies führt im Hohen Szenario bis 2040 zu einem substantiellen Bevölkerungswachstum von 25% oder 49 000 Personen auf rund 247 000 Personen.

Die Bevölkerungsszenarien Basel-Stadt werden jährlich aktualisiert. Die zugrundeliegenden Hypothesen werden jeweils mit Fachleuten aus allen sieben Departementen des Kantons Basel-Stadt erarbeitet. Es resultieren kleinräumige Resultate der zukünftig erwarteten Bevölkerungsentwicklung.

 

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