Basler Index im August 2017

Der Basler Index der Konsumentenpreise ist im August 2017 gegenüber dem Vormonat leicht um 0,1% auf 101,0 Punkte gestiegen. Die Jahresteuerung, das heisst die Teuerung zwischen August 2016 und August 2017, beträgt nach 0,4% im Juni und 0,5% im Juli aktuell 0,7%.

Im August haben sich in Basel steigende und rückläufige Bereichsindices in etwa die Waage gehalten: Fünf Hauptgruppen verzeichneten ein durchschnittlich höheres Preisniveau als vor Monatsfrist, deren vier ein tieferes und drei blieben insgesamt unverändert. Den stärksten Einfluss auf die Teuerungsentwicklung übte im August die Gruppe Wohnen und Energie (+0,3%) aus. Hier machten sich der gegenüber Mai ebenfalls um 0,3% auf 102,6 Punkte gestiegene Basler Mietpreisindex sowie die höheren Heizölpreise bemerkbar. Der Bereich Bekleidung und Schuhe (+1,6%) war insbesondere bei der Damenmode geprägt von der Rückkehr zu regulären Sortimentspreisen. Die Gesundheitspflege (+0,3%) entwickelte sich aufgrund höherer Tarife für stationäre Spitalleistungen dynamischer als in den vergangenen Monaten. Gleiches gilt für den Bereichsindex Unterricht (+3,6%); hier waren bei diversen Aus- und Weiterbildungsangeboten sämtlicher Bildungsstufen Preissteigerungen zu beobachten. Die alkoholischen Getränke und der Tabak (+0,3%) legten aufgrund höherer Wein- und Zigarettenpreise zu.

Die Preisentwicklung folgender Hauptgruppen hat die Teuerung gebremst: Der umfangreiche Bereich Freizeit und Kultur (-0,5%) umfasst Preissenkungen für Personalcomputer, Pay-per-View-Angebote, Bücher, Städtereisen und Badeferien an Mittelmeerdestinationen. Beim Hausrat und der laufenden Haushaltsführung (-0,6%) verbilligten sich Möbel und Heimtextilien wie Gardinen oder Bettwäsche. Weniger zahlen mussten die Basler Konsumentinnen und Konsumenten im August auch für diverse Lebensmittel wie Wurstwaren, Melonen, Trauben, Blumenkohl, Zwiebeln und Kartoffeln (Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke -0,2%). Die Restaurants und Hotels (-0,2%) verzeichneten aufgrund günstigerer Hotelübernachtungen sowie billigerer Mahlzeiten bei der Schnellverpflegung einen Indexrückgang. Schliesslich blieb infolge gegenläufiger Preisbewegungen beim Verkehr (Spezialtarife für Flugtickets, Preisaufschläge für Neuwagen und Treibstoff), bei den Sonstigen Waren und Dienstleistungen (günstigere Körperpflegeprodukte, höhere Preise für Schmuck und Reisegepäck) sowie bei der Nachrichtenübermittlung (Preisnachlässe für Mobiltelefone, Aufschläge für einzelne Kombi-Angebote) das Preisniveau stabil.

Der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) blieb im August 2017 im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 100,6 Punkten (Dezember 2015 = 100). Die Teuerung gegenüber dem Vorjahresmonat betrug 0,5 Prozent.

Weiterführende Informationen

Index-Tabellen, Teuerungsrechner und interaktive Index-Grafik

 

Weitere Schweizer Preisindices

nach oben