Basler Index im Januar 2017

Der Basler Index der Konsumentenpreise ist im Januar 2017 gegenüber dem Vormonat unverändert geblieben und beträgt weiterhin 100,2 Punkte. Die Jahresteuerung, das heisst die Teuerung zwischen Januar 2016 und Januar 2017, erreicht hingegen nach -0,2% im November und 0,2% im Dezember mit 0,5% den höchsten Wert seit mehr als fünf Jahren.

Basler Index der Konsumentenpreise (Dez. 2015 = 100)

Trotz unveränderter Monats- und positiver Jahresteuerung wurde die Indexentwicklung im ersten Monat des neuen Jahres massgeblich von den tieferen Preisen der Hauptgruppe Bekleidung und Schuhe (-7,4%) beeinflusst: Der Basler Detailhandel gewährte beim Winterausverkauf insbesondere für Damenbekleidung und Damenschuhe Rabatte. Daneben war die Preisentwicklung einzig in der Gruppe Sonstige Waren und Dienstleistungen (-0,5%) rückläufig. Hier fielen billigere Schönheitspflegemittel und Kosmetika sowie Preisabschläge für Schmuck und Reisegepäck ins Gewicht. Bei den Versicherungen, die ebenfalls den Sonstigen Waren und Dienstleistungen zugeordnet sind, wurden private Krankenversicherungen teurer, vereinzelte Prämien für Motorfahrzeuge hingegen günstiger.

Ein durchschnittlich höheres Preisniveau als im Dezember verzeichneten gleich sieben Bereichsindices: Bei den Restaurants und Hotels (+1,4%) erhöhten sich nahezu sämtliche Positionen, namentlich die Hotelübernachtungen. Die Hauptgruppe Wohnen und Energie (+0,3%) war geprägt von deutlich gestiegenen Heizölnotierungen (+5,3% gegenüber Dezember) und von Stromtarifaufschlägen der IWB. Beim Verkehr (+0,5%) war die Preisentwicklung gegenläufig: Teureren Occasions-Automobilen und höheren Treibstoffpreisen standen im Januar massiv günstigere Flugtickets gegenüber. Bei den Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken (+0,3%) wurden als Folge der witterungsbedingten Ernteausfälle in Südeuropa u. a. Tomaten, Zucchetti, Karotten und Nüsslisalat teurer. Daneben mussten die Basler Konsumenten auch für Teigwaren, Fisch, Speiseeis, Kaffee und Mineralwasser tiefer ins Portemonnaie greifen. Der Bereichsindex Hausrat und laufende Haushaltsführung (+0,3%) legte aufgrund von höheren Listenpreisen für Möbel zu, bei der Gruppe Alkoholische Getränke und Tabak (+0,3%) waren die nach dem Ende der Feiertagsaktionen wieder regulären Listenpreise für Schaumwein und Preisaufschläge für Zigaretten indexwirksam. Kaum ins Gewicht fielen bei der Nachrichtenübermittlung (+0,1%) die teureren Telefone. Die Bereiche Gesundheitspflege (preiswertere Brillen und Kontaktlinsen, leicht höhere Medikamentenpreise) sowie Freizeit und Kultur (Rückgang bei den Buchpreisen, anziehende Katalogpreise für Pauschalreisen) schliesslich blieben im Monatsvergleich wie der Gesamtindex insgesamt unverändert.

Der Landesindex blieb im Januar unverändert auf dem Stand von 100,0 Punkten und weist eine Jahresteuerung von +0,3% auf.

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